#Businesstalk am 14.2.2019 auf der Elektrotechnik Messe in Dortmund

Thesenpapier für unsere Diskussionsthemen

Sejhr geehrte Talkpartner,

bitte sehen Sie dies hier noch als einen Entwurf, was ich in meinem Impulsvortrag anspreche und was meine Antworten zu unseren Talkthemen sein könnten. Es wäre schön, wenn Sie mir Ihre Statements auch geben könnten, und ich stelle diese auch hier in unsere Arbeitsgruppe mit ein. Alle diese Inhalte sind nicht öffentlich, sondern nur ein versteckter Link für Sie.

p.s. Wir können es auch über Googledocs oder andere machen …

Beste Grüße, Roman Retzbach

Industrie X.0 – vom digitalen zum intelligenten Unternehmen

KI Zukunftsthesen 2025

  1. Was der elektrische Strom in Privathaushalten ist, kaum wegdenkbar und mit Kerzen höchstens für romantische Abende, sind die digitalen Energien und real-virtuell augmented Kompetenzen für Unternehmen – 2025 kaum auch ohne diese vorstellbar.
  2. Nicht vollständig digital oder nur teilautomatisiert zu arbeiten als Unternehmen ist wie ein Auto ohne Benzin/Strom zu fahren, quasi nur noch ,mit den Reserven. Es gleicht dem Leben und Jagen in der Steinzeit, wo man noch mit Pfeil und Bogen auf das Ergebnis (Beute, Innovation, Kunden, …) zielte.
  3. Netzwerkorganisationen/-verbünde sind der ‚neue‘ Mittelstand in 10-15 Jahren bis 2035 die, digital KI vernetzt sein müssen, um zusammenarbeiten und agieren zu können; sie sind örtlich dezentral über Gemeinden, Städte, Regionen bis Länder verstreut und wie StartUps aufgeteilt.
  4. Industrie 4.0, Industrie 5.0, Industrie 6.0,  … Industrie X0
  5. Künstliche Intelligenz 1.0, KI 2.0, KI 3.0, KI 4.0 … KI X.0
  6. Ein intelligentes Unternehmen zeichnet aus, das die künstliche wie humane Intelligenz gleichermaßen eingesetzt, gefordert wie gefördert – wie in der Erziehung – und ‚harmonisch‘ zusammenarbeitet. Die Synergien und Stärken eines Zukunftsunternehmens ist die erfolgreiche Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen (CoBots, CoDrohnen, Co-Smart Assistenten, …) im Einklang bzw. Hand-in-Hand wie der ‚sanfte Wandel‘ zur menschenleeren Fabrik – am Ende eines Tages. Was in Deutschland erst langsam ins Bewusstsein gelangt wie oft noch abgelehnt, ist in China bis Afrika längst zunehmende Realität und auch in den USA schon in Pionierunternehmen voranschreitend, das nur noch wenige Ingenieure durch die Werkshallen laufen und in 24h Rhythmus produziert wird. Der Mensch beauftragt – per Voice oder Geste, und die Maschinen produzieren dann alles allein(e).
  7. Neue Innovationen zu entwickeln ist ein langer kosten- wie zeitintensiver Prozess, doch im internationalen Wettbewerb unabdingbar. Dabei tun sich besonders kleine und mittelständische Unternehmen schwer, im weltweiten innovativen Produktentwicklungsdruck mitzuhalten, auch mit der Sorge, ob man auf die richtigen Zukunftstechnologien setzt. Virtuelle digitale Simulationen, augmented virtual-reality Zusammenarbeit in vielen Ländern simultan, digitalisierte Qualitäts- und Kompetenzcenter wie digitale Prüfstände für alle Wertschöpfungsketten und Abteilungen halten wettbewerbsfähig und vermeiden teure Rückrufaktionen und Produktflopps. Und auch die Generationen Y und Z legen viel Wert auf nachhaltige Waren mit Umweltlabel wie digitalem Zugang. Digitales Arbeiten erspart vielfach die Verschwendung von Energie und Ressource und hilft den Klimaschutz zu erreichen wie zu verbessern – dies wird gesellschaftlich von den zukünftigen Generationen immer mehr gefordert (siehe Fridays-For-Future, …) und ist nur doch digital-intelligente Organisationen wie virtuell-vernetzte Unternehmungen zu schaffen.8. Arbeit 4.0 / 5.0

    9. Es gilt in der Zukunftsforschung immer das ferne und langfristige Ziel zu betrachten, welche weder Megatrends noch Science Fiktion sind. Wir können unsere (persönliche) Welt und unser Heimatwelt – bis Zuhause – verändern, doch nicht die Welt aufhalten. Deutschland ist global gesehen eine Insellösung (Atomausstieg bzw. Ende von Atomkraftwerken 2022, Bergbau 2038, …weder nationalstolz noch protektionistisch wie USA und China, ein Sozialnetzwerk und Europas Transitland, …).

    10. KIs und Roboter sind global nicht – mehr – aufzuhalten noch zu stoppen. Was wir in Deutschland bremsen (autonome Mobile,… bis Klonen), ist in den neuen und großen Industrieländern Alltag bzw. Gang-und-Gebe: Klonen von Menschen, DesignerBabies, Roboter als Soldaten, Drohnen als Killer wie Bomben, KI als Waffe, …).
    Und es gibt heute schon weltweit autonome und digital – im Schwarm vernetzte – RoBoter für fast alle Arbeiten: Häuser bauen, Büros einrichten, Leitungen legen, Bäume roden, Pflanzen züchten bis Musikinstrumente virtuell spielen. Sie erobern alle Kinderzimmer und mit der Zeit alle Arbeitsplätze dieser Welt. Technologischen Intelligenzen werden zu einem selbstverständlichen Teil unseres Alltags wie unserer Zukunftsgesellschaft.

Unsere Talkthemen (bitte gebt mir hier Eure Statements bzw. Feedback auf meine Aussagen – siehe unten:

  • KI – eine kritische Betrachtung der Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz
  • Digitalisierung und Human Capital – Mitarbeiter Aus- und Weiterbildung in Zeiten von Fachkräftemangel
  • Digitalisierung und Change-Management – Digitaler Wandel, Dynamik, Priorisierung und Implementierung als Herausforderung für Unternehmen
  • Mikro-Makro – Welche Voraussetzungen müssen Städte, Gemeinden und Unternehmen schaffen, um nicht abgehängt zu werden?
  • Die Fertigung der Zukunft – Bleibt die Fabrik die zentrale Produktionsstätte oder wird künftig dezentral gefertigt?

Meine Statements:

  • KI – eine kritische Betrachtung der Chancen und Risiken von künstlicher IntelligenzDie Chancen sind größer als Risiken, denn die Gefahren kann eine gut entwickelte KI dann selbst autonom intelligent meistern (Sicherheitslecks, Cyberterror, Hacking, Datenverlust, Wirtschaftsspionage, …). Die Szenarien, auf die wir uns als Menschen vorbereiten  müssen, ist Roboter und KI als gleichwertige Lebewesen in unserer Gesellschaft zu akzeptieren wie auf der Straße zuzulassen. Dazu sind geeigneten humanoide Gesetze zu schaffende wie diese durchzusetzen. Was die 3 (4) Robotergesetze nach Asimov sind, sollte auch für KI diese (Maß- und Verhaltens-)Regeln und eine Magna Carta für alle technologischen Intelligenzen geschaffen werden.

    KIs & CoBots werden den Klimaschutz unsere Erde bewältigen wie schaffen, die Energieabhängigkeit von fossilen Brennstoffen beenden und das Fusionszeitalter eröffnen. Elektromobile (Elektroautos, E-Mikro Roller bis E-Makro Flugzeuge, H2-Elektroantriebe, …) sind eine leise wie ‚saubere‘ Übergangstechnologie, doch nur für planetare Dimensionen.

  • Digitalisierung und Human Capital – Mitarbeiter Aus- und Weiterbildung in Zeiten von FachkräftemangelDie Qualifizierung und das Training der Mitarbeiter*innen macht erst die KI effektiv, effizient und evident, um zum einen die Kontrolle zu behalten und zweitens die Zusammenarbeit zu ermöglichen wie zu verbessern. Sowie ein Lehrer nur so gut ist wie ihre/seine Schüler*innen, so ist die KI erst fit wie ergebnisreich durch die Menschen, mit der sie/er zusammenarbeitet.

Der Fachkräftemangel wird bei aller Zuwanderung und neuen Migrationsgesetzen die nächsten 15-20 Jahre bleiben, doch lassen sich durch KI viele Facharbeitsplätze ersetzen und die Mitarbeiter können mit der Unterstützung von digitalen Assistenten bis KI die Arbeit zusammen erledigen bzw. werden laufend von digitalen bis KI Lehrern geschult. Das Prinzip des lebenslangen Lernens ist angesichts von Arbeitsstress und selbstbestimmten individuellen Lernformen nur durch digitale Trainer, KI Referenten und augmented-reality Workshops durchführbar und ist langfristig nachhaltiger.

 

  • Digitalisierung und Change-Management – Digitaler Wandel, Dynamik, Priorisierung und Implementierung als Herausforderung für Unternehmen 

    Die Digitalisierung braucht Chief Digital Officer (CDO) wie digital-kompetente Mitarbeiter, dies bindet zum einen das ‚beste ‘ Personal an den Betrieb wie unterstützt bei routine-behafteten, langwierigen bis langweiligen, anstrengenden bis fehler-behafteten Arbeiten.
    Nicht mehr die großen, schnellen oder ‚starken‘ Unternehmen bestehen die Zukunftsaufgaben, sondern vielmehr die agilen, fitten und digitalen gehören zu den Zukunftsgewinnern.
    Wie schon beim Beginn des Zeitalters früherer Arbeitsgeräte (CNC-Maschine, Personal Computer, …) braucht es an Einarbeit und Vorbereitung bis die ‚bisherige‘ Produktivität und Effektivität erreicht wurde, doch will heutzutage niemand mehr die Vorteile und Arbeitserleichterung der bisher genutzten technischen Arbeitsmaschinen mehr missen. Dies wird uns auch mit den digitalen Tools, Assistenten und KI System so gehen. In 5-15 werden wir rückwärts schauen und KI so selbstverständlich nutzen wie Aufzüge und das Internet.

 

 

  • Mikro-Makro – Welche Voraussetzungen müssen Städte, Gemeinden und Unternehmen schaffen, um nicht abgehängt zu werden? 

    Die Urbanität 4.0 ist weiter im Vorzug. Gemeinden sind die Mikro Vorzeigebeispiele und Initialzündungen für Cityprojekte und Konzepte der Stadt der Zukunft, in der alles dezentral organisiert und geregelt wird und es nur noch eine minimale zentrale Administration braucht. Die ‚langsamen‘, oft durch Personal- und Geldmangel gekennzeichneten Dorf-, Klein- und Kreisstadtverwaltungen werden durch eine digitale Steuerung und Organisation (E-Government, E-Steuer bis E-Versorgungssystem) effizienter. Alle behördlichen Abläufe sind digital und laufen automatisiert ab, KIs berechnen Steuerzahlungen und kontrollieren den gesamten Stadtverkehr, den autonom fahrenden Zulieferern für den Einkauf bis nach Hause (keine Supermärkte noch Tante-Emma-Laden) und die Müllentsorgung nur noch on-demand statt zyklisch.
    Statt teurer Blitzer und aufwendig aufgestellter stationärer Parkautomaten gibt es eine voll-automatisierte Parkerfassungsregelung und Unternehmen werden durch weniger Bürokratie und Steuerentlastung in die Gewerbeparks geworben, welche in den Städten statt in Satelliten-Randorten aufgestellt sind.
    Makro ist das neue Mikro, denn immer mehr Gemeinden, Regionen und Städte vernetzten sich, und werden so wirtschaftlicher wie umweltbewusster, was wiederum Familien wieder attraktiv erscheint, denen das Leben in den Großstädten zu teuer ist, doch die nicht auf das Land wollen, sondern urban angebunden sein.
     

  • Die Fertigung der Zukunft – Bleibt die Fabrik die zentrale Produktionsstätte oder wird künftig dezentral gefertigt?

    Im Zuge der Urbanität 4.0 und der rapiden fortschreitenden Verstädterung weltweit und der deutschen Antwort durch mittelständisch geprägten wie stark vernetzten Regionen-Ballungsräume wandert die Herstellung, Energieerzeugung/-lagerung und Grundver-/Entsorgung in die Innenstädte (ehemalige Finanzgebäude, Kauf- und Parkhäuser, …). Über 3D Drucker statt horizontalen Fertigungsstraßen wird an einem Ort oder vertikal produziert. So wird im Showroom im obersten Stockwerk verkauft wie die Wartezeit in der Lounge überbrückt, und dann im Erdgeschoss das fertig-gestellte ego-mass costumized Produkt mitgenommen bzw. Parterre um Untergeschoss ins Sharing-Economy Stil eingeladen und mitgenommen.

 

 

Stichwörter:
Technologischen Intelligenz, Superintelligenz, Human(oide) Intelligenz, Schwarmintelligenz, Elektroautos bis Elektromobile, Universal- statt Grundeinkommen oder Hartz IV, Urbanität 4.0 bzw. urbane Intelligenz, Übergangstechnologien und 3D Drucker, menschenleere Fabrik, Autonomes Fahren und Sharing-Economy, digital-intelligente wie virtuell-vernetzte Unternehmen, Arbeit 4.0 / 5.0, …